Aktionen zum Jubiläum
Narrenkappen: Jedem Jeck sing Kapp
Jecke Narrenkappen für alle
Der Fastelovend ist ein Brauch zum Mitfeiern und Mitmachen. Und welche »Requisite« wäre denn gerade für den vereinsorganisierten Karneval bezeichnender als die Narrenkappe. Schon früh war eine der Grundideen des Karnevals, dass eben unter der Narrenkappe alle gleich sind.
So hat der Festausschuss für das Jubiläumsjahr diesen Gedanken aufgegriffen und 6.000 Narrenkappen aus Pappe herstellen lassen, die nicht nur am 11.11., sondern auch bei der Proklamation an die Jecken verschenkt werden. Eben nach dem Motto »Narren-Kappen für Jedermann«.
Grußkarten zum Mitnehmen!
Grußkarten zum Jubiläum
Damit im Jubiläumsjahr auch jeder merkt, dass der Fastelovend mit seiner 200-jährigen Geschichte etwas ganz Besonderes ist, hat der Festausschuss unser »internes Leitmotiv« auf Grußkarten drucken lassen, die in der Karnevalszeit in Gaststätten, Kneipen und Kultureinrichtungen ausliegen und zum Mitnehmen einladen.
Auf dass in der Session in jedem Bonner Haushalt eine Karte hängt und es überall heißt: »Tradition is the mission«! – Bonn Alaaf
Bierdeckel – »Ich stehe auf Fastelovend«
Diese Bierdeckel sind im Jubiläumsjahr vielerorts zu finden.
»Wär ich ein Kölschglas – ich stünd auf Fastelovend« – so wird im Jubiläumsjahr zu 200 Jahre Karneval in Bonn jedes Kölschglas auf den Theken in Bonn singen. Schöner als auf dem Bierdeckel zum Jubiläum kann man ein Glas (es muss auch nicht immer nur Kölsch sein) nicht abstellen.
Und so hat der Festausschuss passend zum Jubiläumsjahr nicht nur die eigenen Veranstaltungen, sondern vielmehr die Kneipen in Bonn mit Bierdeckeln ausgestattet. Auf der Rückseite wird zum Mitfeiern bei den wichtigsten Terminen eingeladen. Und der aufgedruckte QR-Code führt zur Homepage des Jubiläums: 200-jahre-karneval-in-bonn.de
Alaaf als »Selfie-Point«
Klar war, dass das Jubiläum auch das ganze Jahr über erlebbar sein muss. Einer der Bausteine oder besser Buchstaben dazu ist der »Selfie-Point«. Der närrische Hochruf »Alaaf« aus stabilen bunten Metallbuchstaben lädt zum Foto machen ein – ob als Selfie oder durch andere. Habt ihr Euch schon fotografiert?
Der »Alaaf-Point« ist ein nachhaltiges Projekt, das vom Land NRW über die Förderung des Jubiläums überhaupt erst ermöglicht wurde. Der Schriftzug wird uns über die Session hinaus für die Zukunft erhalten bleiben. Das Motto-Logo ist abnehmbar und so wird es auch in zukünftigen Sessionen immer wieder »Bonn Alaaf« heißen.
Unser Alaaf-Selfie-Point bleibt auch über das Jubiläum hinaus bestehen. Schon ein Foto gemacht?
»Ming ieschtes Bönnsches Bonn Böjelche«
Kinderbuch für Neugeborene in Bönnschem Dialekt
Kinder-Pappebuch op Bönnsch - für Klein und Groß
Der Karneval ist ein durch und durch lokaler Brauch, der viel zur regionalen Identität beiträgt. Dies unter anderem auch über die »Bönnsche Sprooch« als besondere Form des rheinischen Dialekts.
Passend zum Jubiläumsjahr hat der Festausschuss zusammen mit der Autorin und Ex-Bonna Tiffany Claff (geb. Künster) ein wundervolles Kinderbuch entwickelt, in dem in zauberhaften Bildern den Kindern und Erwachsenen beim Anschauen und Vorlesen nicht nur Bonn, sondern auch die »Bönnsche Sprooch« nähergebracht wird. Die Bönnschen Texte stammen von Elisabeth Schleier. Das Buch ist nach der Konzeption von Marlies Stockhorst entstanden.
Wir danken den Beteiligten sowie der Dr. Hans Riegel-Stiftung für das farbenfrohe Buch, das ab Januar jedem Neugeborenen in den Geburtsstationen der Bonner Krankenhäuser geschenkt wird. Zusätzlich ist es auch im Handel erhältlich.
Bönnsch för Pänz
»Prinz Karneval in der Remigiusstraße – WALLS OF VISION«
Karneval als Teil des Stadtbildes.
Ein farbenfrohes Stück Bonner Stadtgeschichte entstand im November 2025 mitten im Herzen der Stadt: Die Bonner Streetart-Künstler/innen Stefan Vogt und Lena Ortman von HIGHLIGHTZ gestalteten an der Ecke Friedensplatz/Friedrichstraße, ein großflächiges Wandgemälde nach dem Motiv »Prinz Heinz V. Karneval 1936 in Bonn« des Bonner Malers Carl Nonn (1877–1949). Mit dem neuen Wandgemälde wird der rheinische Frohsinn in Bonn nicht nur zur fünften Jahreszeit, sondern dauerhaft im Stadtbild erlebbar – als Ausdruck von Kreativität, Heimatliebe und Tradition.
Das Projekt ist Teil der Feierlichkeiten zu 200 Jahre Bonner Karneval und wurde in enger Abstimmung zwischen dem Festausschuss BONNER KARNEVAL e. V. und der Dr. Hans Riegel-Stiftung realisiert. Die Stiftung unterstützt im Rahmen ihrer Reihe WALLS OF VISION seit Jahren künstlerische Fassadenprojekte in Bonn und fördert so kreative Stadtgestaltung und kulturelle Identität.
Ein spielerisches Spektakel mit Masken und Kostümen, ein Rausch der Farben, eine Zeit voller Lachen und Lebensfreude – Karneval ist ein Fest, das Menschen zusammenbringt und verbindet. Diese Botschaft soll auch das Fassadengemälde vermitteln, das in Anlehnung an Carl
Nonns »Prinz Heinz V. Karneval 1936 in Bonn«, entstanden ist. Die Farbigkeit des Gemäldes ebenso wie die impressionistisch aufgelockerte Pinselführung unterstreichen die Dynamik, Lebendigkeit und Ausgelassenheit der Menschen. Die Euphorie der Menschen wird geradezu spürbar, ihr Jubel geradezu hörbar.
Mit dem Bild soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Karneval für Freude, Mitmenschlichkeit und Freiheit steht. Gleichzeitig muss aber auch auf den zeitgeschichtlichen Kontext, in dem das Karnevals-Gemälde von Carl Nonn entstanden ist, aufmerksam gemacht werden. Der Festausschuss BONNER KARNEVAL e. V. weist darauf hin, dass der Bonner Karneval im Jahr 1936 bereits gleichgeschaltet war. Der NS-Oberbürgermeister Ludwig Rickert hatte die Kontrolle über die Führungspositionen im Dachverband erlangt. Zu dieser Zeit diente der Karneval insbesondere der Ankurbelung von Tourismus und Wirtschaft sowie der regimeunterstützenden Unterhaltung der Menschen.
Über Motivwagen, Lieder und Büttenreden wurden politische und ideologische Vorstellungen verbreitet. Insbesondere jüdische Bürgerinnen und Bürger konnten nach und nach nicht mehr am Karnevalsfest teilhaben.
Im Zuge des Jubiläumsjahres 200 Jahre Bonner Karneval wird auch der organisierte Karneval in der NS-Zeit kritisch beleuchtet. Darüber hinaus ist für Mitte Juni eine Verlegung von Stolpersteinen in Bonn geplant mit der dauerhaft an das Schicksal jüdischer Karnevalistinnen und Karnevalisten erinnert werden wird.
Eine Kontextualisierung des Bildes von Carl Nonn erfolgt im Rahmen des Jubiläumsjahres insbesondere über den digitalen Rundgang zur Geschichte des Bonner Karnevals. Dieser Rundgang führt Bürgerinnen und Bürger auch zum Bild und setzt sich mit der künstlerischen Umsetzung des Themas Karneval einerseits und mit den historischen Kontexten des Jahres 1936 anderseits auseinander.